Die Stadt verfügt über 165 Kanäle mit einer Gesamtlänge von über 100 Kilometern. Das übertrifft die Zahl von Venedig und macht Amsterdam zum wahren "Venedig des Nordens". Diese Wasserwege bilden die ikonische Grachtengordel, die offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.
10 interessante Fakten über die Grachten von Amsterdam
Amsterdam ist weltberühmt für seine historischen Wasserstraßen, und eine Schifffahrt ist die beste Art, die Stadt zu erkunden. Entdecken Sie die unglaubliche Geschichte hinter den Wasserstraßen der Stadt mit diesen wichtigen Fakten über die Amsterdamer Kanäle, die Ihnen zeigen, wie clevere Technik und einzigartige Kultur die ikonische Landschaft geformt haben, die Sie heute auf jeder Schifffahrt durch Amsterdam sehen.
10 faszinierende Fakten über die Amsterdamer Grachten

Mehr Kanäle als Venedig

Auf Holzpfählen ruhend
Die Stadt ist auf Millionen von Holzpfählen gebaut. Da der Boden so sumpfig ist, wurden diese Holzpfähle in die Sandschicht gerammt, um ein Absinken der Gebäude zu verhindern. Ohne dieses Fundament wären die majestätischen Grachtenhäuser schon vor Jahrhunderten zusammengebrochen!

Gebaut in einer Generation
Der größte Teil des Kanalrings wurde zwischen 1585 und 1665 geplant und ausgegraben. Die Fertigstellung eines solch gewaltigen Bauprojekts innerhalb eines einzigen Menschenlebens bleibt eine überwältigende Leistung des Niederländischen Goldenen Zeitalters.

Eine Stadt mit 1.700 Brücken
Mit über 1.700 Brücken hat Amsterdam fast dreimal so viele Brücken wie Venedig. Der berühmteste Punkt ist die Kreuzung von Reguliersgracht und Herengracht, wo Sie sieben perfekt ausgerichtete Steinbögen sehen können.

Tausende von Hausbooten
Die Stadt hat über 2.500 Hausboote. Diese schwimmenden Residenzen sind fest vertäut und vollständig an das Strom- und Abwassernetz der Stadt angeschlossen. Einige sind umgebaute alte Frachtschiffe, andere sind moderne schwimmende Villen, die eine einzigartige Möglichkeit bieten, das Wasser zu erleben.

Strategische Stadterweiterung
Der Kanalring diente nicht nur der Ästhetik. Während des Niederländischen Goldenen Zeitalters vergrößerte dieses gewaltige Projekt die Grundfläche der Stadt um das Vierfache. Diese strategische Stadtplanung ermöglichte es Amsterdam, eine boomende Bevölkerung zu beherbergen und zu einem der reichsten Handelszentren Europas zu werden.

Der älteste mittelalterliche Kanal
Während sich viele Fakten über die Amsterdamer Grachten auf das 17. Jahrhundert konzentrieren, ist der Oudezijds Voorburgwal tatsächlich der älteste Kanal der Stadt. Er wurde im 14. Jahrhundert gegraben und ist damit Hunderte von Jahren vor dem großen Kanalring entstanden. Er fließt durch das mittelalterliche Zentrum und zeigt Architektur, die die frühesten Anfänge der Stadt repräsentiert.

Ein Netzwerk von 90 Inseln
Die Stadt ist eigentlich eine Ansammlung von etwa 90 Inseln. Der komplizierte Ausgrabungsprozess hat das Land in einzelne Teile zerschnitten, die alle durch das massive Brückennetz der Stadt wieder zusammengefügt wurden. Dieses Layout schafft die charmante, dörfliche Atmosphäre, die man in jedem Viertel findet.

Jährliches Fahrrad-"Fischen"
Jedes Jahr "fischen" die städtischen Mitarbeiter zwischen 12.000 und 15.000 Fahrräder aus dem Wasser. Spezialisierte Boote befreien die Kanalbetten mit hydraulischen Klauen von diesen versunkenen Fahrrädern, um die Wasserwege sicher zu halten.

Konstante Wassererfrischung
Um die Stadt gesund zu halten, verfügen die Amsterdamer Grachten über ein komplexes Spülsystem. Mehrmals pro Woche werden die Schleusen der Stadt geschlossen und Frischwasser aus dem IJmeer gepumpt. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass das Wasser sauber bleibt und verhindert die Stagnation, die die Stadt vor Jahrhunderten geplagt hat.
Häufig gestellte Fragen zu den Fakten über die Amsterdamer Grachten
Der Grundriss wurde im 17. Jahrhundert entworfen, um die Stadt effizient zu erweitern. Es half bei Handel, Verteidigung und Wassermanagement und schuf einen strukturierten Fluss von Waren und Menschen.
Die Herengracht, insbesondere der Abschnitt der Goldenen Biegung, ist der eleganteste. Sie ist gesäumt von Villen aus dem 17. Jahrhundert, die einst den wohlhabendsten Kaufleuten und Beamten der Stadt gehörten.
Die meisten Kanäle sind etwa 2,5 bis 3 Meter tief, wobei dies leicht variiert. Sie sind flach genug für eine sichere Navigation, aber tief genug, um den Wasserabfluss und das Bootfahren zu ermöglichen.
Sie sind vollständig von Menschen gemacht. Die Kanäle wurden größtenteils im 17. Jahrhundert gebaut und dienten dem Handel, der Stadtplanung und der Wasserregulierung in dem sumpfigen Land.
Viele Grachtenhäuser neigen sich nach vorne, damit Waren hoch- und runtergezogen werden können, ohne die Fassade zu beschädigen. Aus diesem Grund sehen Sie oft Haken an der Spitze von Gebäuden.
Die Kanäle sind Teil des Entwässerungssystems. Regenwasser wird in sie geleitet, und Schleusen und Pumpen regulieren den Wasserstand, um Überschwemmungen in dieser unter dem Meeresspiegel liegenden Stadt zu verhindern.
Nein. Während einige standardisiert wurden, variieren andere. Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht sind breiter und geradliniger, während die Grachten im Jordaan oder im Rotlichtviertel eher schmaler und gewundener sind.
"Gracht" ist das niederländische Wort für Kanal. Namen wie Herengracht oder Keizersgracht spiegeln ihre historische Funktion oder die soziale Klasse wider, für die sie gebaut wurden, wie "Heren" (Herren) und "Keizer" (Kaiser).
Normalerweise nicht. Die meisten Touren umfassen ausgewählte Highlights wie die Herengracht, die Prinsengracht und die Amstel. Um mehr versteckte Kanäle zu sehen, entscheiden Sie sich für eine längere oder individuelle Schifffahrt.